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FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Serie der Dividendenstreichungen von Immobilienkonzernen zur Bilanzverbesserung setzt sich mit Aroundtown (ETR:) fort. Der Kurs des Immobilienunternehmens sackte am Mittwoch zeitweise prozentual zweistellig ab - wie schon am Vortag. Zeitweise näherte er sich der 1-Euro-Marke und somit dem Pennystock-Status. Dann aber fassten sich Anleger ein Herz nach einem Kursverlust von mehr als der Hälfte seit Anfang März. Seit dem Sommer 2021 hatten sie in der Spitze schon mehr als vier Fünftel an Wert eingebüßt.
Die Aroundtown-Aktien drehten gegen Mittag mit dem Sektor in die Gewinnzone - und dies zeitweise mit bis zu sechs Prozent, womit sie sich um bis zu 20 Prozent von ihrem Tagestief erholen konnten. Anhaltende Schwankungen zeugten aber von weiterhin hoher Nervosität: Zuletzt flachte das Kursplus ab, die Papiere notierten mit 1,3 Prozent Plus bei 1,38 Euro.
Von einem der wenigen Verlierer wurde der Immobilien-Teilindex Real Estate zuletzt zu einem der größten Gewinner. Der Rücksetzer des europäischen Branchenindex um ein Viertel seit Anfang Februar war den Anlegern offenbar erst einmal genug. Dem Sektor machten zuletzt die hohe Inflation und der damit einhergehende Anstieg der Leitzinsen zu schaffen. Die Einflüsse hatten dem langen Immobilienboom in Deutschland in den vergangenen Monaten ein jähes Ende gesetzt.
Womöglich erleichterte es im Zuge der plötzlichen Erholungsrally auch die Anleger, dass laut dem EZB-Chefvolkswirt Lane ein Rückgang der Inflation in Sicht ist. Auch andere deutsche Werten schafften den Dreh ins Plus: Papiere des Konkurrenten LEG (ETR:) , der zuletzt schon einen Dividendenverzicht bekannt gegeben hatte, gewannen zuletzt 2,3 Prozent. Bei TAG Immobilien (ETR:) reichte es für 5,3 Prozent Plus und beim -Mitglied Vonovia (ETR:) stand ein Kursgewinn von 4,2 Prozent zu Buche.
Ein Händler betonte, die Dividendenaussetzung von Aroundtown überrasche zunächst nicht wirklich, sie sei aber für die Aktienstory auch keine Hilfe. Ein enttäuschender Ausblick auf den operativen Gewinn (FFO) im laufenden Jahr sei ein weiterer negativer Punkt in dem aktuellen Bericht des Unternehmens. Andre Remke von der Baader Bank wertete die Ziele als mau. Aroundtown rechnet unter anderem wegen des Verkaufs von Immobilien mit einem deutlichen Rückgang des operativen Ergebnisses.
Während das Management wegen der schwierigen konjunkturellen Lage für 2022 keine Dividende zahlen will, plant es für das laufende Jahr aber wieder mit einer Ausschüttung. Dass diese dann 20 bis 23 Cent betragen soll, war für Anleger am Morgen zunächst kein ausreichender Trost. 2021 hatte Aroundtown 23 Cent je Anteilsschein gezahlt - also am oberen Ende der genannten Bandbreite.
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